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„Seit Jahrzehnten wird großzügiges Bemuttern kontinuierlich diskreditiert. Frauen werden als »Glucke« abgetan, wenn sie Freude an der Betreuung ihres Babys äußern. Es klingt, als seien diese Frauen mit sonderbaren Fähigkeiten ausgestattet, über die »normale« Frauen nicht verfügten. Das ist eher unwahrscheinlich. Die meisten Mütter scheinen in der Lage zu sein, sich in solche Mütter zu verwandeln, selbst wenn sie krank oder auf der Flucht sind oder mit anderen schwierigen Umständen zu kämpfen haben. Das Bemuttern ist flexibel und ganz bestimmt nicht nur einigen wenigen vorbehalten.“

Was Mütter tun-besonders, wenn es wie nichts aussieht Naomi Stadlen


Entstehung


La Leche League entstand im Jahr 1956 in den USA. Zwei stillende Frauen unterhielten sich während eines Picknicks darüber, wie viele Mütter sie kannten, die aufgrund mangelnder Unterstützung ungewollt abstillen mussten. Das Thema beschäftigte sie weiter und sie sprachen in den folgenden Wochen mit fünf weiteren Freundinnen darüber. Zu siebt und mit fachlicher Unterstützung zweier Ärzte beschlossen sie, anderen Müttern weiterzuhelfen. La Leche League wurde geboren: Hilfe von Mutter zu Mutter. Aus dem Picknickgespräch entwickelte sich im Laufe der Jahre eine internationale Non-Profit-Organisation, die inzwischen in über 70 Ländern tätig ist.

In den siebziger Jahren brachten amerikanische Mütter LLL nach Deutschland. Die ersten englischsprachigen Stillgruppen fanden auf den Militärbasen statt, geleitet von amerikanischen Beraterinnen. Bald besuchten auch deutsche Frauen die Stillgruppen. Edda Langmann und Hannah Lothrop ließen sich über die USA ausbilden und wurden zu den ersten beiden deutschen LLL-Beraterinnen.

Im Jahr 1976 begannen die deutschen Beraterinnen mit einer Vereinsgründung, die erste Satzung wurde am 30.04.1977 beschlossen. Der Verein La Leche Liga Deutschland e.V. war geboren!

Zur ersten Vorsitzenden wurde Sylvia Brunn, der Vereinssitz war Bonn. Es folgte eine aufregende Zeit. LLL boomte, viele Mütter besuchten die Stillgruppen, immer mehr Frauen ließen sich zur Stillberaterin ausbilden. 1981 wurde das Standardwerk „The Womanly Art of Breastfeeding“ ins Deutsche übersetzt. Das „Handbuch für die stillende Mutter“ war eines der ersten Werke über das Stillen, das deutschsprachigen Leserinnen zur Verfügung stand. Seitdem sind viele weitere Publikationen übersetzt worden, überwiegend in ehrenamtlicher Arbeit von Beraterinnen.

Anfang der achtziger Jahre kam es zu einer Krise im Verein. Die erste Vorsitzende schied mit einem Teil der Stillberaterinnen aus, die sich zur „Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen“ zusammenschlossen. Für LLL übernahm Christiane Pfitzenmaier den Notvorstand. 1982 wurde Edda Langmann als neue erste Vorsitzende gewählt, der Vereinssitz wanderte nach München. Hier wurde ein Postfach eingerichtet. Erstmals hatten Mütter die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen an eine zentrale Stelle zu wenden-per Briefpost, heute kaum noch vorstellbar! Das zentrale Postfach war damals ein Riesenfortschritt, denn so konnte es nicht mehr passieren, dass eine Beraterin angeschrieben wurde, die inzwischen verzogen oder ausgeschieden war. Längst ist das Postfach durch die Geschäfts-und Versandstelle sowie die Homepage ersetzt.

Durch die deutsche Wiedervereinigung kam neue Bewegung in den Verein. Vor 1989 war es nur sehr schwer möglich, sich in der ehemaligen DDR zur Stillberaterin ausbilden zu lassen. Bald nach der Wiedervereinigung entstanden auch im ehemaligen Osten die ersten LLL-Stillgruppen.

Seit Mitte der Neunziger ist LLLD im Internet präsent. 1999 entstand die neue Sparte der E-Mail-Beratung. Hierdurch haben Frauen nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit, deutschsprachige LLL-Stillberatung zu erhalten. Aus allen Teilen der Welt kann eine deutschsprachige Mutter nun schnell und unkompliziert per Mausklick Unterstützung finden.

Bis zum Jahr 2001 lief der Verkauf und Versand unserer Publikationen in ehrenamtlicher Arbeit vom Wohnzimmer einer Beraterin aus. Die steigenden Bestellungen und der Mangel an Lagerplatz führten zur Anmietung einer Versandstelle, in der erstmals eine bezahlte Mitarbeiterin eingestellt wurde.

Heute gibt es rund 250 aktive LLL- Beraterinnen in Deutschland. In vielen Städten und Gemeinden werden monatliche Gruppentreffen angeboten, jährlich zählen wir je circa 6000 Telefon-und E-Mail-Kontakte. Wir sind in der nationalen Stillkommission vertreten, vernetzen uns mit den anderen Stillorganisationen und Hebammen am „Runden Tisch Stillen“, haben Kontakte zu Hebammen und Fachpersonal vor Ort. Unsere Beraterinnen stellen unsere Arbeit zudem auf Baby-und Gesundheitsmessen vor. Wir hoffen, dass das Stillen wieder zu dem wird, was es ist und schon immer war: Die natürlichste und wirkungsvollste Art, die Bedürfnisse eines Säuglings zu verstehen und zu befriedigen.

 

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